Future Tech

Moonshots

Phantasie beflügelt Innovation.

Es lohnt sich, immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass die Einführung vieler Technologien wie z.B. Smartphones oder erneuerbare Energien die Prognosen von Experten um Jahrzehnte übertroffen hat.

Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass wir linear denken, während der Fortschritt in Wirklichkeit exponentiell verläuft.

Vor diesem Hintergrund spricht Bank of Amerika (BofAM), US-Investmentbank in einer aktuellen Studie über radikale Zukunftstechnologien (auch «moonshots» genannt), wie die High Tech dazu beiträgt, z.B. Medikamente besser, billiger und schneller herzustellen und wie die Zustellung Einzelhändlern hilft, mit Amazon zu konkurrieren.

Das Ausbleiben einer Korrektur auf Indexebene ist auf die anhaltende Outperformance der größten Namen im S&P 500 zurückzuführen, von denen viele im Technologiesektor angesiedelt sind, Graph: JPMorgan, Sept 20, 2021.

BofAM hält dabei fest, dass in den letzten 30 Jahren nur 1,5% der Unternehmen das gesamte Nettovermögen am globalen Aktienmarkt erwirtschaftet haben. Die Aktienauswahl sei deswegen von entscheidender Bedeutung.

Zu den grössten Nutzniessern der Zukunftstechnologie gehören demnach Halbleiter (6G, Brain Computer Interfaces, emotionale KI (AI: Artificial Intelligence) und mehr.

In diesem Zusammenhang vertritt Goldman Sachs die Ansicht, dass die Menschen in große Tech-Namen wie Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google [FAANG] überinvestiert sind.

Es ist zwar ein offenes Geheimnis, dass die Anleger in den letzten zehn Jahren inmitten einer Explosion von technologischen Fortschritten fette Gewinne und höhere Aktienkurse erzielt haben.

Aber Goldman Sachs lädt die Anleger nun ein, über FAANG hinaus zu denken. Die amerikanische Investmentbank hat kürzlich den Future Tech Leaders ETF aufgelegt.

Wie der Name schon andeutet, zielt er darauf ab, in die nächsten großen Gewinner im Technologiebereich zu investieren, die ein echtes globales Engagement an den Tag legen.

Die ETF-Strategie sei ins Leben gerufen, weil es eine wachsende Diskrepanz zwischen der Positionierung der Anleger und den Bereichen gibt, sagt Sung Cho, der Portfoliomanager des ETF.

"In den letzten 20 Jahren lag der Schwerpunkt auf den USA und auf Mega-Cap-Tech-Unternehmen. Wir glauben, dass wir uns an einem wichtigen Wendepunkt befinden, an dem sich die Innovation über die USA hinaus ausbreitet und auch über das Spektrum der Marktkapitalisierung hinausgeht.", erläutert Cho weiter.

Der aktiv verwaltete ETF umfasst derzeit 66 Titel, die von Goldmans fundamentalem Aktienteam ausgewählt wurden.

Zu den fünf größten Titeln gehören (in der Reihenfolge ihrer Größe): Marvell Technology, MercadoLibre, HubSpot, Workday und Kingdee International. Nahezu 80 % des Sektors sind in den Bereichen Informationstechnologie und Kommunikationsdienste gewichtet.

Wichtig: Die hier gemachten Angaben dienen der Information und sind keine Aufforderung zum Kauf und/oder Verkauf von Wertschriften.